Aus der Geschichte - 1836 bis 1861

 

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seit

2011

 

1836 bis 1839

Zwei Tatsachen belegen das Jahr 1836 als Gründungsjahr des Bürger-Schützenvereins:

Das „Neusser Kreis-, Handels- und Intelligenzblatt" berichtete umfangreich über Schützenfeste in den Jahren 1837 bis 1839. Diese fanden im August, zum Geburtstag des preußischen Königs statt. Die Texte lassen erkennen, dass der Verein in diesen Jahren erstmals mit der Ausrichtung eines Schützenfestes befasst war. Der Artikel beschreibt auch ausführlich die Regimentsformation mit den bereits bei der Gründung aktiven Grenadieren und Jägern und einer Cavallerie.

 

"Neusser Kreis-, Handels- und

Intelligenzblatt" vom 5. August 1837

 

"Neusser Kreis-, Handels- und Intelligenzblatt" vom 12. August 1837

Das älteste und wertvollste Stück unseres Königssilbers trägt die Widmung "Der Anfang" mit der Jahreszahl 1836. Aufgrund der identischen Gravur mit dem Königsorden von Franz Kamper von 1837 können wir annehmen, dass Kamper damals den Grundstein für das Königssilber legte und einen in Silber getriebenen Beweis für das Gründungsjahr unseres Vereins schuf. Franz Gerhard Kamper, geboren 1788, war der Besitzer des Klosters Eppinghoven und der erste König in der Geschichte des Vereins. Der Orden wird heute genau wie die ältesten Königsorden in einer Vitrine in der VR-Bank aufbewahrt.

Der Grundstein des Königssilbers (ganz links) und die drei ältesten Königsorden;

v.l.n.r.: Franz Kamper (1837), W. Zehnpfennig (1838) und Paul Wierich (1839)

 

1838: Schützenball bei Erben Mertens

 

Bernd Gerigk vom Heimatverein (siehe hierzu auch den Hinweis auf der Einführungsseite) übergab dem Vereinsarchiv anlässlich des 175jährigen Jubiläums eine Sammlung von Zeitungsberichten, die er zur Aufarbeitung der Vereinsgeschichte seit der Zeit der Marienbruderschaft ausgewertet hat.

Er hat damit die lückenlose Existenz des Vereins seit 1836 bis heute nachgewiesen.

 

1840 bis 1861

Die Könige der Gründerjahre sind bis 1839 bekannt, danach bis 1861 aber nicht mehr. Ob der Einstieg nach der Gründung nur eine kurze Episode war und das Schützenleben nach 1839 wieder ruhte, ob die Aufzeichnungen der Könige nicht fortgeführt wurden oder die Orden verloren gegangen sind, verliert sich im Dunkel der Geschichte. Jedenfalls ist in den Anzeigen seit 1839 bis 1860 lediglich von Ball- und Tanzvergnügen in den Räumlichkeiten der Wirte Erben Mertens oder Gebrüder Hoeveler am Kreitz die Rede, nicht aber von schützenfestlichen Aktivitäten.

Mglw. fehlte auch der äußere Rahmen, um das Schützenfest abhalten zu dürfen. Denn in den ersten Jahren feierte man das Fest auf dem Geburtstag des preußischen Königs im August, dieser starb 1839. Neue Kirmesfeiertage ohne Rückgriff auf ein historisches Datum oder einen übergreifenden Anlass genehmigte die Regierung aber nicht.

 

Bis zur Einweihung der neuen Kirche am 29. Juni 1843, zum Namensfest der Apostelfürsten Petrus und Paulus, finden sich Nachweise über Kirmesse zu Martini, dem Patronatstag der Gemeinde. Seitdem sind zunächst als Frühkirmesse bezeichnete Schützenfeste um den Termin von Peter und Paul nachgewiesen. Später, in der Satzung von 1928, wurde der Termin um Peter und Paul als fester Schützenfesttermin konstituiert (siehe dort § 9).

 

Anzeige aus dem Jahre 1861

 

Der Bezug zum 29. Juni ist bis heute mit dem Schützenfesttermin auf dem ersten Sonntag im Juli hergestellt. Erster Höhepunkt des noch jungen Vereinslebens dürfte das 25jährige Jubiläum 1861 gewesen sein, welches mit einem für damalige Zeiten außergewöhnlichen Festprogramm aufwartete und ausdrücklich als Schützenfest bezeichnet wurde.

 

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